Runder Tisch soll Hilfe koordinieren

Runder Tisch soll Hilfe koordinieren

Bürgermeister Georg Hollmann hat am 9. Februar zum ersten Runden Tisch in Sachen „Flüchtlingsbetreuung“ in der Verbandsgemeinde Weißenthurm eingeladen

Bürgermeister Georg Hollmann will eine bessere Strukturierung der Hilfe für Flüchtlinge und Asylsuchende in der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Aus diesem Grund lud er Anfang Februar zum ersten Runden Tisch in dieser Angelegenheit ein. Hieran nahmen neben Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Kirchengemeinden, Dekanat und Caritas auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörden teil, die mit der Bewältigung der Flüchtlingsbetreuung beauftragt sind. Außerdem nahmen auch Stadt- und Ortsbürgermeister aus der Verbandsgemeinde Weißenthurm an der Sitzung teil.

In der Verbandsgemeinde Weißenthurm hat die Zahl der betreuten Flüchtlinge und Asylbewerber seit dem Jahr 2009 kontinuierlich und zuletzt sprunghaft zugenommen. Wurden im Juli 2009 noch 28 Personen laufend betreut, so stieg die Zahl bis Dezember 2014 auf 152 Personen an. Ein Großteil der Personen stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien (Serbien-Montenegro, Bosnien und Kroatien) und aus der aktuellen Krisenregion in Syrien. „Der rasche Anstieg führt zu Herausforderungen z.B. bei der wohnungsmäßigen Unterbringung und der Integration der Menschen. Unsere bisherigen Strukturen einer menschenwürdigen Flüchtlingshilfe haben sich bewährt, müssen jedoch kontinuierlich der steigenden Flüchtlingszahl angepasst werden“, so Bürgermeister Hollmann.

Die Flüchtlinge und Asylsuchende werden derzeit in einer kommunalen Gemeinschaftsunterkunft in Weißenthurm sowie dezentral in durch die Verwaltung angemieteten Wohnungen im gesamten Gebiet der Verbandsgemeinde untergebracht. Die Gemeinschaftsunterkunft wird ausschließlich für alleinstehende Männer genutzt, wo hingegen die angemieteten Wohnungen hauptsächlich für Familien mit Kindern zur Verfügung gestellt werden. In allen Fragen rund um den gesetzlichen Leistungsanspruch steht den Flüchtlingen bei der Verbandsgemeindeverwaltung ein Mitarbeiter zur Verfügung. Die wohnungsmäßige Betreuung der Flüchtlinge vor Ort in der Gemeinschaftsunterkunft bzw. in den Wohnungen wird durch einen eigens hierfür eingestellten Hausmeister sichergestellt. Darüber hinaus wird für die persönliche Betreuung eine sozialpädagogische Fachkraft beschäftigt. Dieser unterstützt die Asylsuchenden in Fragen des alltäglichen Lebens. Außerdem werden regelmäßig zusammen mit den Asylsuchenden Freizeitaktionen organisiert und durchgeführt, die eine soziale Integration untereinander sowie innerhalb der Städte und Ortsgemeinden herbeiführen soll. Dabei sind auch verstärkt Sprachkurse vorgesehen, die von der Volkshochschule der Verbandsgemeinde Weißenthurm durchgeführt werden sollen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Sitzung machten deutlich, dass bereits viele Hilfsangebote vorhanden sind. Die Direktorin des Caritasverbandes Koblenz, Frau Best-Liesenfeld, berichtete vom Projekt „Willkommenspatenschaft für Flüchtlinge“, bei dem neu eingereisten Flüchtlingen ehrenamtliche Paten zur Seite gestellt werden, die in den verschiedensten Bereichen Begleitung und Unterstützung anbieten. Von einem ähnlichen Projekt berichtete Pfarrerin Stahlecker-Burtscheid: In Mülheim-Kärlich werden derzeit 18 sogenannte „Regional-Lotsen“ ausgebildet, die sich ebenfalls der ehrenamtlichen Betreuung der Flüchtlinge widmen sollen.

Bürgermeister Georg Hollmann betonte, dass der Runde Tisch nun regelmäßig zusammenkomme, um die Herkulesaufgabe der Flüchtlingsbetreuung koordiniert bewältigen zu können. „Nach einer ersten Bestandsaufnahme werden wir in weiteren Schritten festlegen, wo wir sinnvoll weitere Hilfe anbieten können. Dabei ist wichtig, dass eine Vernetzung der Akteure erfolgt, um ‚Doppelstrukturen‘ zu vermeiden und gezielt Hilfestellungen auf allen Ebenen zu geben. Ich begrüße ausdrücklich die Initiative von Landrat Dr. Saftig, auch eine Koordinierung der Hilfen auf Kreisebene vorzunehmen. Die ‚kommunale Familie‘ stellt sich gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und vielen anderen dieser gewaltigen Herausforderung. Es gilt Menschen in Not zu helfen und für eine schnellstmögliche Integration zu sorgen“, so der Bürgermeister.

   Der Runde Tisch soll eine bessere Koordinierung in Sachen „Flüchtlingsbetreuung“ bewirken.

Der Runde Tisch soll eine bessere Koordinierung in Sachen „Flüchtlingsbetreuung“ bewirken.

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