Themenfeld der Inklusion in Kindertagesstätten diskutiert

Themenfeld der Inklusion in Kindertagesstätten diskutiert

Ministerin Alt besuchte die Kindertageseinrichtung „St. Elisabeth“ in St. Sebastian

Die Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien ist ein wichtiger Schwerpunkt der kommunalen Entscheidungen in der Verbandsgemeinde Weißenthurm. In diesem Sinne hat sich die Verbandsgemeinde Weißenthurm mit ihren Städten und Ortsgemeinden in den vergangenen Jahren neben der Frage der Schulentwicklung insbesondere auch im Bereich der vorschulischen Kindertagesbetreuung engagiert. Durch die massiven Ausbauten an Plätzen im Kindertagesstättenbereich ist es gelungen, in der Verbandsgemeinde trotz tendenziell steigender Jahrgangstärken eine gute Versorgung mit Kitaplätzen zu erreichen.

Neben der Frage der reinen Versorgung mit Plätzen werden in der guten Partnerschaft der Betriebsträger der Einrichtungen in der Verbandsgemeinde Weißenthurm, der Kita gGmbH Koblenz, der Ortsgemeinde Kettig und der Verbandsgemeinde Weißenthurm, kontinuierlich die Qualitätsanforderungen in den Kindertagestätten diskutiert und weiterentwickelt.

Auf Einladung des Ortsbürgermeisters von St. Sebastian, Marco Seidl, konnte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Georg Hollmann, die zuständige Ministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Irene Alt, in der Einrichtung „St. Elisabeth“ in St. Sebastian begrüßen.

Gemeinsam mit den Vertreterinnen der Gemeinnützigen Trägergesellschaft Katholischer Kindertageseinrichtungen im Raum Koblenz mbH (KiTa gGmbH Koblenz), Nicole Tomczak (Gesamtleiterin) und Claudia Schneider (Standortleiterin), sowie dem Leiter des Kindertagesstättenbereichs bei der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Sven Normann, diskutierten Georg Hollmann und Marco Seidl insbesondere die Möglichkeiten und Grenzen der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Inklusion im Kindertagesstättenbereich mit Irene Alt.

Das Land Rheinland-Pfalz wirbt im Sinne einer breiten Teilhabe aller Menschen für eine verstärkte inklusive Öffnung auch der Kindertageseinrichtungen. Die Einrichtung „St. Elisabeth“ in St. Sebastian hat hier bereits Vorbildcharakter. In der sechsgruppigen Kindertagesstätte werden derzeit vier Kinder mit Beeinträchtigungen durch das Regelpersonal und mit Unterstützung durch Integrationshelfer gebildet, erzogen und betreut. Im Gespräch mit der Ministerin machte die Einrichtungsleitung Claudia Schneider deutlich, dass sie hier einen wichtigen Auftrag für ihre Kindertagestätte sieht. „Neben der Bedeutung für die beeinträchtigten Kinder erleben auch die anderen Kinder im Alltag einen unvoreingenommenen Umgang mit Behinderungen und können wichtige Sozialisations- und Lernerfahrungen machen.“ Gleichzeitig verwies sie aber auch auf die Grenzen und Schwierigkeiten bei dieser inklusiven Arbeit. Der befristete Einsatz von Integrationshelfern, die Schwierigkeiten bei der Genehmigung des jeweiligen Einsatzes, die nicht stimmigen Rahmenbedingungen (z.B. zu viele Kinder in einer Gruppe, zu wenig Ausweichräume, fehlende Barrierefreiheit), wie auch die große Zahl von einrichtungsfremdem Personal erschweren die oft schwierige Arbeit in den Einrichtungen zusätzlich.

Die Ministerin Irene Alt zeigte sich überzeugt von dem Betreuungsangebot der Kindertagesstätte „St. Elisabeth“: „Ich kann Ihnen wahrhaftig bestätigen, dass in St. Sebastian eine vorbildliche Kinderbetreuung stattfindet und Ihre Einrichtung mustergültig ist“, und weiter: „Von Ihrer Einrichtung kann man durchaus etwas lernen.“ Irene Alt wie auch Bürgermeister Georg Hollmann stimmen mit den Fachkräften darin überein, dass es hier verlässliche Strukturen im Sinne der Kinder und der Einrichtungen geben muss. Eine dauerhafte und ausreichende Personalisierung der erforderlichen Fachkräfte für die jeweilige Kindergartenzeit des einzelnen Kindes im Regelpersonalschlüssel der Einrichtungen ohne jährliche Nachbeantragung ist anzustreben.

Neben diesen individuellen Verbesserungen in den einzelnen Einrichtungen möchte die Verbandsgemeinde aber auch die Möglichkeiten zur Inklusion bzw. Integration von beeinträchtigen Kindern im Sozialraum verbessern. Der Ministerin wurde daher ein Plan für die Schaffung einer zusätzlichen Integrativen Kindertagesstätte in der Verbandsgemeinde vorgestellt. „Wir wollen zukünftig für beeinträchtigte Kinder aus unserer Verbandsgemeinde in einer neuen mehrgruppigen integrativen Einrichtung eine bestmögliche Förderung und Unterstützung mit einer Betreuungsmöglichkeit in unserer Kommune verbinden“, so Bürgermeister Georg Hollmann.

In der neuen Kindertageseinrichtung, die vermutlich im Jahr 2017 fertiggestellt wird, können Kinder aus der ganzen Verbandsgemeinde betreut werden. Beeinträchtigte Kinder erhalten im Kindertagesstättenalltag eine zusätzliche Förderung. Logopäden, Physiotherapeuten, Psychologen und ein medizinischer Dienst werden dann im Angebot der Kindertagesstätte mit verankert und entlasten somit die Familien von zusätzlichen Therapieerfordernissen.

Ministerin Alt versprach, dieses differenzierte Konzept einer Verbesserung der Bedingungen in den Regeleinrichtungen und der Schaffung einer spezialisierten Angebotsstruktur im Sozialraum der Verbandsgemeinde Weißenthurm aktiv zu unterstützen.

Eine inklusive Kindertagesstätte bedeutet letztlich Teilhabemöglichkeiten für alle Kinder. Teilhabe und Beteiligung konnten die Besucher auch im Rahmen der abschließenden Teilnahme an einer Sitzung des Kinderparlamentes in der Kindertagesstätte „St. Elisabeth“ erleben. Die gewählten Kindervertreter aus den einzelnen Gruppen und Bereichen der Kindertagesstätte diskutierten hier über die Gestaltung und die Angebote in der Einrichtung und beeindruckten auch die Kinder- und Jugendministerin mit Kreativität, Diskussionskultur, selbstverständlicher Inklusion der beeinträchtigten Kinder und Weitblick für ihre Belange.

    (v.r.n.l.) Rudolf Seibrich, Georg Hollmann, Marco Seidl, Claudia Schneider, Irene Alt, Nicole Tomczak und Sven Norman zusammen mit den kleinen Abgeordneten des Kinderparlamentes der Kindertagesstätte „St. Elisabeth“.

v.r.n.l.: Rudolf Seibrich, Georg Hollmann, Marco Seidl, Claudia Schneider, Irene Alt, Nicole Tomczak und Sven Norman zusammen mit den kleinen Abgeordneten des Kinderparlamentes der Kindertagesstätte „St. Elisabeth“.

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