Sicherheitstipp des Monats

Raimund Israel

Sicherheitstipp des Monats November 2017

Aktuell: Rauchmeldekontrolleure

Aus aktuellem Anlass wird vor männlichen Trickbetrüger gewarnt. Die Männer melden sich in einer Feuerwehruniform an Wohnungen, mit dem Auftrag die Rauchmelder zu kontrollieren, um sich so den Zutritt zur Wohnung zu schaffen. Während die Bewohner den „Feuerwehrmännern“ die Räumlichkeiten zeigen, klingelt ein weiterer Täter an der Tür und verwickelt die Wohnungsinhaber in ein längeres Gespräch. Dieses Ablenkungsmanöver nutzte das Duo und erbeutete Bargeld und wertvollen Schmuck. Anschließend verließ das Trio unter dem Vorwand, gleich wieder kommen zu wollen, die Wohnung des Opfers. Kurze Zeit später wurde das Opfer misstrauisch und entdeckte, dass die Schmuckkassette fehlte. Vor dieser betrügerischen Methode wird augenblicklich in unserer Region intensiv gewarnt.

 

Rauchmelder sind Lebensretter

Überlastete Elektroleitungen, defekte Haushaltsgeräte oder nicht beaufsichtigte Kochstellen können genau wie herabfallende Zigarettenglut schnell zu einem Wohnungsbrand führen. Den betroffenen Bewohnern bleiben dann nur wenige Minuten Zeit zur Flucht. Denn die in der Schwelbrandphase entstehenden giftigen Gase wie Kohlenmonoxid führen innerhalb kürzester Zeit zur Bewusstlosigkeit. Besonders nachts, wenn auch der Geruchsinn schläft, kann ein Rauchmelder lebensrettend sein. Rund 95 % der Opfer sterben nicht durch die Flammen, sondern an den giftigen Rauchgasen. Mit dem Einbau von Rauchmeldern kann man effektiv vorbeugen. Rauchmelder wecken aus dem tiefsten Schlaf und verschaffen die lebenswichtigen Sekunden, um sich und andere rechtzeitig in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren. In Rheinland-Pfalz sind Rauchmelder in neu errichteten Häusern und Wohnungen seit 2003 gesetzlich vorgeschrieben. In bestehenden Gebäuden mussten Rauchmelder bis Juli 2012 nachgerüstet werden. In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure,  jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.

Kaufen Sie nur geprüfte Modelle, die das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit und das CE-Zeichen (Konformitätszeichen der EU) inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ tragen. Eine gute Orientierungshilfe bietet auch das VdS-Zeichen, das Prüfzeichen des Verbandes der Sachversicherer. Batteriebetriebene Rauchmelder können nur ausreichend Schutz liefern, wenn sie mit funktionsfähigen Batterien bestückt sind. Geräte, die der Norm DIN 14604 entsprechen, geben über einen Signalton zu erkennen, wenn ein Batteriewechsel bevorsteht. Die Funktionsfähigkeit des Gerätes sollte jedoch regelmäßig - am besten einmal im Jahr - mit dem Testknopf überprüft werden. Beim Neubau bieten sich auch Rauchmelder an, die am Stromnetz angeschlossen sind und zusätzlich über eine Batterie oder einen Akku verfügen. Mittlerweile gibt es auch Geräte für Gehörlose, die blinken und vibrieren. Außerdem sind so genannte Tandem Geräte auf dem Markt, die es ermöglichen, Geräte in Schlaf- und Kinderzimmern miteinander per Kabel oder Funk zu vernetzen, so dass ein Alarm in allen Räumen der Wohnung oder des Hauses gehört wird.  Ohne Rauchmelder riskieren Wohnungseigentümer, dass die Versicherung - in der Regel die Wohngebäudeversicherung - im Schadensfall nicht zahlt. Denn Teil vieler Versicherungsverträge ist eine Klausel, laut der sich Versicherungsnehmer an gesetzliche und behördliche Sicherheitsvorschriften halten müssen. Ansonsten geht der Versicherungsschutz verloren oder die Versicherungsleistung kann wegen „grober Fahrlässigkeit“ gekürzt werden. Voraussetzung für den Schutz im Brand - und damit im versicherungsrelevanten Schadensfall ist daher auch die regelmäßige Prüfung der Rauchmelder auf Funktionstüchtigkeit, die schriftlich dokumentiert werden sollte. Diese Prüfung kann „Jeder“ selbst durchführen, es bedarf nicht unbedingt Fachpersonal für den Prüfknopf zu aktivieren. Fehlalarme sind äußert selten. Gründe hierfür können sein: extrem hohe Luftfeuchtigkeit, große Staubentwicklung, Rauchen in der Nähe. Diese Gründe sind leicht zu erkennen und können durch Reinigung des Gerätes mit Hilfe eines Staubsaugers behoben werden.

Fazit: Ihr Seniorensicherheitsberater hofft, die Wichtigkeit eines Rauchmelders allen Menschen nochmal näher gebracht zu haben. Denn die Brandgefahr ist nicht zu unterschätzen.

Kontakt

Verbandsgemeindeverwaltung Weißenthurm
Kärlicher Straße 4
56575 Weißenthurm
Telefon: 02637/913-0
E-Mail: info@vgwthurm.de

Öffnungszeiten Bürgerbüro:

Montag:
07.15
bis
12.00 Uhr
Dienstag:
07.15
bis
16.30 Uhr
Mittwoch:
07.15
bis
12.00 Uhr
Donnerstag:
07.15
bis
18.00 Uhr
Freitag:
07.15
bis
12.00 Uhr

Nebenstellen: -108, -109, -148, -149
E-Mail: info@vgwthurm.de


Öffnungszeiten übrige Verwaltung:

Montag bis
Freitag:

07.15

bis 

12.00 Uhr
zusätzlich
Donnerstag:

14.00

bis

18.00 Uhr


Links



Infobroschüre der VG Weißenthurm

Logo That´s it