Sicherheitstipp des Monats

Raimund Israel

Sicherheitstipp des Monats Januar 2018

Bankfilialen schließen - Problem für Senioren

Immer mehr Bankfilialen mit persönlichen Ansprechpartnern schließen. Wenn überhaupt, bleiben nur noch Automaten. Senioren haben hohe Einlagen bei den Banken, oft sogar die Ersparnisse eines ganzen Lebens. Aber der Kunde ist längst nicht mehr König.

Die Folge sind lange Wege, kostenpflichtige Fahrten zur nächsten Filiale. Die Lebensqualität sinkt. Manchmal bleiben statt der Filiale nur noch ein Service-Buchungsautomat und ein Geldautomat. In vielen Supermärkten und Tankstellen kann man zwar auch Geld abheben. Aber wie erledigt man seine Buchungsgeschäfte?

Nur wenige Senioren nutzen Onlinebanking oder erledigen Überweisungen mit dem Smartphone. Ein Serviceautomat der Bank bedeutet für viele Senioren technisch unüberwindliche Hürden. Man ist unsicher, läuft etwas schief, ist kein Ansprechpartner vor Ort. Als die Deutsche Bahn seinerzeit die Fahrkartenbuchung am Automaten einführte, standen vorübergehend Bahnangestellte neben dem Automaten und halfen bei der Buchung. Warum können die Banken ihren Kunden nicht auch vorübergehend am Automaten zur Seite stehen? Die Banken könnten in den aufgelösten Filialen Kurse für die Benutzung der Serviceautomaten anbieten. Oder vielleicht könnte ein Aufruf in der örtlichen Presse auch ehemalige Bankangestellte zu Schulungen auf ehrenamtlicher Basis motivieren.  Die ältere Generation hält ihrer Bank jahrelang die Treue. Sie nun so auszugrenzen und im Regen stehen zu lassen ist eine Unverschämtheit. Denn Unsicherheit an den Geldautomaten beeinflusst die Generationen sehr stark! Weil man die Gefahr eines manipuliertem Gerät nicht frühzeitig erkennt!

Manipulierter Geldautomat

In einer Bankfiliale fiel einem Kunden eine Manipulation an einem dortigen Geldautomaten auf. Im Rahmen eines getätigten Abhebevorgangs warf der Geldausgabeschlitz des Automaten kein Bargeld aus. Als er daraufhin die Abdeckung des Schlitzes anhob, bemerkte er eine Aluschiene. Diese wurde durch bislang unbekannte Täter in dem Hohlraum zwischen der Abdeckung und dem Ausgabeschlitz angebracht und hielt das angeforderte Bargeld zurück.

Deshalb, bei der Benutzung von öffentlichen Geldautomaten immer besonders achtsam sein. Prüfen Sie jeden Automaten vor der Benutzung sorgfältig auf mögliche Manipulationen am Ausgabeschlitz, dem Bedienfeld/der Tastatur oder dem Kartenleseelement. Die unberechtigt angebrachten Elemente sehen oftmals täuschend echt aus.

Welche Geldautomaten sind besonders gefährdet?

Insbesondere Geldautomaten in stark frequentierten Bereichen wie in Fußgängerzonen und Bahnhöfen werden oft mehrfach manipuliert. Durch den Abbau bzw. die sicherheitstechnische Aufrüstung von Türöffnern zu Bankfoyers sind Kartendatenabgriffe in diesem Bereich nahezu bedeutungslos geworden.

Die Betrüger agieren vornehmlich außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende, da dort die Wahrscheinlichkeit gering ist, bei der Verwendung der Skimming-Geräte vom Fachpersonal ertappt zu werden.

Inzwischen haben die Täter das Ausspähen der PIN mit einer Minikamera nicht mehr nötig. Sie bauen einfach eine falsche Tastatur ein, welche die Ziffernfolge der PIN speichert. Skimmingaufsätze werden nicht mehr nur auf den Kartenleseschlitz aufgesetzt (lockert sich oft beim Rütteln), sondern die Skimming-Lesegeräte sind direkt im Kartenschlitz eingeschoben und auch bei aller Vorsicht nicht mehr zu erkennen. Zudem sollten Sie das tatsächlich ausgeworfene Bargeld nach jedem Abhebevorgang sofort auf Vollständigkeit überprüfen!

Seien Sie besonders misstrauisch! Haben Sie das Gefühl, dass an dem Automaten etwas verändert wurde oder Sie beim Abhebevorgang beobachtet werden, brechen Sie die Nutzung sofort ab und informieren Sie umgehend die nächste Bankfiliale sowie in jedem Fall die Polizei!

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