Sicherheitstipp des Monats

Raimund Israel

Sicherheitstipp des Monats

Aktuell: Trickdiebstahl im Seniorenheim

Nach Angaben von Mitarbeitern eines Altenwohnheims, begaben sich drei junge Frauen zum Gebäudekomplex eines Altenwohnheims. Eine der Frauen hielt einen Blumenstrauß in der Hand.

Nach Angaben der Geschädigten habe dann eine junge Frau mit Blumenstrauß an ihrer Tür geklingelt. Sie gab sich als neue Mitarbeiterin aus und wollte sich bei der Seniorin vorstellen und sich nach ihrem Gesundheitszustand erkundigen. Die Geschädigte bat daraufhin die junge Frau in ihre Wohnung. Die Frau wollte sich jedoch in den gegenüberliegenden Aufenthaltsraum setzen. Dem Wunsch kam sie nach und setzte sich an einen Tisch. Das Gespräch dauerte circa 10 Minuten. In dieser Zeit müssen die beiden Komplizinnen das Zimmer der Bewohnerin durchsucht haben. Die junge Frau stand dann plötzlich auf und sagte, sie muss zu einem Folgetermin.

Die Seniorin begab sich anschließend wieder in ihr Zimmer. Hier stellte sie am nächsten Tag den Diebstahl fest. Aus einem Schmuckkästchen wurde Schmuck im fünfstelligen Eurobereich entwendet. Zudem wurde aus einer Handtasche Bargeld und Dokumente entwendet. Die Bewohnerin selbst habe keine weiteren Personen bemerkt.

Warum bevorzugen Trickbetrüger Senioren als Opfer?

Senioren werden nur selten Opfer von Gewalttaten, sie werden eher durch Eigentums- und Vermögensdelikte geschädigt. Begünstigt wird dies durch ihre abnehmende geistigen Fähigkeiten. Das nutzen Täter bewusst aus. Es fällt schwer sich zu konzentrieren, dem redegewandten Betrüger zu folgen und gleichzeitig logisch und folgerichtig zu denken und zu handeln. Das kriminelle Ansinnen schnell zu durchschauen, lässt im Alter nach. Die Opfer sind meist um die 80 Jahre alt. Die mit dem Alter einsetzenden Veränderungen sind für Jüngere oft nicht nachvollziehbar. Die Gefühle gebraucht zu werden, nicht nur zur Last zu fallen, nicht selbst helfen zu können, werden kriminell ausgenutzt.

Die Opfer sind nicht naiv, unwissend und dumm!

Sie haben sich in ihrem Leben oft zur Wehr gesetzt. Aber nicht mit über 80 Jahren.

Daher wird uns das später eventuell auch passieren. Mit 80 sind wir körperlich und geistig nicht mehr so fit wie in jüngeren Jahren. Jeder wird älter! Das nachlassende „Bauchgefühl“ bei Senioren spielt bei der Abneigung oder bei der Bewertung von Risiken eine große Rolle. Soziale Aspekte, etwa die zunehmende Einsamkeit im Alter und damit einhergehende Freude über das Interesse auch von Fremden, lässt Sie zu potenziellen Opfern werden.

Welche Senioren sind bevorzugt Opfer?

Das ideale Opfer lebt allein, ist vertrauensvoll, hilfsbereit, vergesslich, kann schlecht sehen und deshalb kaum eine brauchbare Täterbeschreibung abgeben. Die Geschädigten freuen sich über Gespräche und Abwechslung. Auf Grund ihres Alters und/oder einer Erkrankung sind manche Senioren schlichtweg überfordert den Tätern gegenüber energisch aufzutreten oder das abgegebene Preisangebot im Hinblick auf die erbrachte Leistung realistisch zu beurteilen. Wenn man körperlich nicht mehr so fit ist wie früher, kann die Selbstsicherheit leiden. Das alles nutzen die Betrüger aus. Sie gehen davon aus, dass die Kritikfähigkeit im Alter nachlässt und dass ältere Menschen in Stresssituationen, wie künstlich geschaffener Zeitdruck, nicht so reagieren können wie Jüngere. Trickbetrüger können auch gut schauspielern. Und bei Alleinlebenden gibt es auch nur einen Zeugen.

Was nützt vorbeugende Aufklärung?

Wenn man schon mal von den üblen Tricks der Ganoven gehört und mit dem negativem Thema sich befasst hat, fällt das Erinnern leichter, man ist eher geneigt „NEIN“ zu sagen.

Damit „Alle“ sicher durchs Leben gehen können, bedarf es einem guten positiven Lebensgemeinschaftssinn:

Besonders gefragt ist hier die Aufmerksamkeit von Verwandten, Nachbarn, Pflegepersonal usw.

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