Zwei Jahre im Zeichen der Kirschblüte neigen sich dem Ende entgegen: Für Kira I. endet die Amtszeit als Kirschblütenkönigin. Die charmant-quirlige Repräsentantin ihrer Heimatstadt Mülheim-Kärlich gibt am Gewerbeparkfest ihre Krone ab. Zeit, Bilanz zu ziehen über eine intensive, ereignisreiche und prägende Regentschaft.
Mit dem sprichwörtlichen lachenden und weinenden Auge blickt auch Kira Maier auf ihre Amtszeit als Kirschblütenkönigin zurück. Dass momentan ein bisschen die Wehmut überwiegt, ist der 24-Jährigen anzumerken, als sie die zwei Jahre Revue passieren lässt. „Ich weiß noch, wie happy ich war, als die Zusage kam“, erinnert sie sich. Obwohl sie 2024 gerade kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz stand, bewarb sich das „Kärlicher Mädchen“, das als Kind mit dem Opa viel in der heimischen Natur unterwegs war, um das Amt der Kirschblütenkönigin. Ein bisschen Einblick hatte sie bereits über eine Freundin, die eine ihrer Vorgängerinnen war. „Ich fand es schön, sich für die Stadt Mülheim-Kärlich engagieren zu können, bin eine offene Person, lerne gerne Leute kennen und rede gern“, begründet Maier schmunzelnd ihre Bewerbung. Passend zum Abschluss ihres dualen Studiums fand die Krönung statt, „ein Moment voller Emotionen, ich war so aufgeregt und musste alles erst mal realisieren.“ Bei den anschließenden Veranstaltungen in der VG Weißenthurm, insbesondere in der Stadt Mülheim-Kärlich, sowie vielen verschiedenen externen Festen in der ganzen Region kam sie direkt mit vielen Leuten ins Gespräch. Insbesondere die Vernetzung mit anderen Weinmajestäten klappt sofort. „Von Anfang an gab es eine Gruppe, in der wir uns ausgetauscht haben“, berichtet Kira Maier. Im Laufe der Zeit entstehen Freundschaften, rund um den offiziellen Teil der Veranstaltungen haben die jungen Repräsentantinnen und Repräsentanten jede Menge Spaß. Dabei ist die Kirschblütenkönigin unter den Weinköniginnen eine echte Exotin, die auf Kirschmarmelade und Sirup als Gastgeschenke ausweicht und mangels eines Kirschblütenfestes zur Mülheimer Kirmes als innerörtliche Veranstaltung der Kirschblütenkönigin einlädt. Gleichzeitig entwickelt sie Amtsroutine, trägt bequeme, flache Schuhe, bereitet stets eine Rede vor und hat Wechselkleidung für den inoffiziellen Teil dabei. Aufgeregt ist die lebhafte, engagierte Mülheim-Kärlicherin, die seit 15 Jahren beim TV Mülheim aktiv ist, trotzdem immer wieder auf´s Neue, wenn es um Reden geht, „aber ich habe ein paar Tricks, schaue den Sonnenschirm oder eine mir bekannte Person an, dann geht es.“ Fehlendes Fachwissen vermittelte der neuen Majestät der Vorsitzende des Obstbaurings Koblenz, Thomas Kreuter, auf dessen Hof sie bei der Kirschernte hilft.
Unbestrittenes Highlight während der Amtszeit von Kira I. war eine Reise mit der Bundestagsabgeordneten Heike Raab nach Berlin, aber auch die Feste in der Region begeistern Kira Maier, die über ihr Amt Orte in der Region kennengelernt hat, in denen sie bisher noch nie war. „Der Austausch mit so vielen verschiedenen Leuten war schon toll, die ganze Amtszeit war wirklich interessant, ich habe viel gelernt und merke, dass ich mich auch persönlich weiterentwickelt habe“, betont Kira Maier. Zum Abschluss ihrer Amtszeit geht es im Juni noch auf den Deutschen Königinnentag, der Hoheiten aus ganz Deutschland zusammenbringt, und in die Mülheim-Kärlicher Partnerstadt Château-Renault. Der Abschied fällt ihr sichtlich schwer, trotzdem freut sich die heutige Mitarbeiterin der Verbandsgemeindeverwaltung Weißenthurm auf freie Wochenenden und weniger anstrengenden Freizeitstress. Die Weinfeste in der Region will die scheidende Kirschblütenkönigin aber weiterhin gern besuchen „und das eine oder andere Glas mehr trinken als in meiner Amtszeit“, kündigt sie augenzwinkernd an. Wem Kira I. ihre Krone übergeben wird, ist wie immer ein gut gehütetes Geheimnis, das im Rahmen des Gewerbeparkfestes am 3. Mai 2026 gelüftet werden wird.

