Zentrale Zukunftsprojekte in der Verbandsgemeinde Weißenthurm, rechtliche Informationen und das Thema Mobilität standen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des VG-Seniorenbeirats. Zu Gast in dem Gremium, das sich für die Belange der älteren Generation einsetzt, war Daniela Endris von der Betreuungsbehörde des Kreises Mayen-Koblenz. Zudem stellte sich die Gemeindeschwesterplus für die VG Weißenthurm, Andrea Föhrmann, vor.
Zu Beginn der öffentlichen Sitzung informierte VG-Bürgermeister Thomas Przybylla über die für 2026 vorgesehenen, großen Projekte in der Verbandsgemeinde. Dazu gehört mit der Sanierung des Mülheim-Kärlicher Schulzentrums die größte Investition, die je in der VG Weißenthurm getätigt wurde. Ein weiteres Thema in diesem Jahr ist die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen und der geplante Neubau der Kita Rosenstraße. Zudem wird in Weißenthurm eine Zivil- und Katastrophenschutzhalle entstehen. Schließlich berichtete Przybylla von den Anstrengungen der Verwaltung, künstliche Intelligenz einzusetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung, durch die der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Hajo Reif, führte, war ein Vortrag zum Betreuungsrecht. Sozialpädagogin Daniela Endris gab einen fundierten Überblick über rechtliche Grundlagen, Änderungen, die seit 2023 gelten, die verschiedenen Arten von Betreuung sowie deren Aufgaben und Pflichten. Auch Vorsorgevollmachten erläuterte die Fachfrau, deren Ausführungen bei den Mitgliedern des Seniorenbeirats und dem Publikum auf großes Interesse stieß. Ebenso interessiert verfolgte der Beirat die Vorstellung von Andrea Föhrmann, die zum Team des BürgerSTÜTZPUNKT+ der VG Weißenthurm gehört und dort als Gemeindeschwesterplus Ansprechpartnerin für ältere Menschen ohne Pflegegrad ist. In Kooperation mit dem Pflegestützpunkt Weißenthurm ist Föhrmann für Vermittlung und Hilfe im Weißenthurmer Haus der Begegnung erreichbar.
Die Busanbindung der Rheingemeinden an die Städte Mülheim-Kärlich und Weißenthurm bleibt ein wichtiges Anliegen des Gremiums. Obwohl die zuständigen Busunternehmen eine Umsetzung derzeit ablehnen, sprach sich der Seniorenbeirat dafür aus, das Thema weiterzuverfolgen und nach Lösungen zu suchen. Zudem berichtete Beiratsvorsitzender Hajo Reif von Gesprächen, die er mit dem Vorstand der VR Bank RheinAhrEifel bezüglich des Erhalts der Filiale in Kaltenengers führte. „Leider wird es anstelle der Filiale zukünftig nur noch Bankautomaten geben, aber ich bleibe in Kontakt mit dem Bankvorstand“, betonte Reif. Zudem regte der Beirat an, digitale Informationstafeln aufzustellen und eine Einwohnerfragestunde im Rahmen seiner Sitzungen einzurichten.
Mit seinem traditionellen Gedicht, das diesmal eine Losung für 2026 beinhaltete, beendete Reif die erste Sitzung des Seniorenbeirats in diesem Jahr. Die nächste Sitzung findet am 15. April 2026 statt. Interessierte sind herzlich willkommen.
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