Kiesrundweg offiziell eröffnet: Neues Naherholungsangebot in der VG Weißenthurm


Pünktlich zum Start in die Freiluftsaison ist die Verbandsgemeinde Weißenthurm um eine Attraktion reicher: Ab sofort steht allen Naturfans der Kiesrundweg offen – und das gleich in drei verschiedenen Varianten. Bei strahlendem Frühlingswetter eröffnete der Bürgermeister der VG Weißenthurm, Thomas Przybylla, gemeinsam mit dem Mülheim-Kärlicher Stadtbürgermeister Gerd Harner, dem Urmitzer Ortsbürgermeister Norbert Bahl, Dr. Heinz Geenen als ehemaliger Geschäftsführer und weiteren Vertretern der Firma KANN sowie der beteiligten Kommunen die neue Wanderstrecke. Das Besondere: Der Kiesweg verbindet die Geschichte des Kiesabbaus mit der Vielfalt renaturierter Landschaft.

VG-Bürgermeister Thomas Przybylla betonte bei der Eröffnung die Bedeutung des Projekts für die Region: „Der Kiesrundweg verbindet Naherholung, Umweltbildung und regionale Geschichte auf besondere Weise und schafft ein weiteres attraktives Angebot für Bürgerinnen, Bürger und Gäste“, sagte er. Sein besonderer Dank galt der Firma KANN für die Verknüpfung der industriellen Rohstoffgewinnung mit einem touristischen Angebot. Außerdem dankte der Verwaltungschef dem Unternehmen RHI, das eine Verbindung der Wegstrecke zum Rheinufer ermöglicht hat, so dass insgesamt drei verschiedene Routen rund um den Kiesweiher zur Verfügung stehen. Stadtbürgermeister Gerd Harner betonte die Aufwertung des Stadtteils Urmitz / Bahnhof durch den Kiesrundweg und sprach von einem „gelungenen Beispiel dafür, wie aus einer ehemaligen Abbaufläche ein spannender Natur- und Erholungsraum“ entstehen kann.

Zur Eröffnung hatten die VG-Touristikerinnen Lena Beck und Ulrike Rieden ein vielfältiges Programm für die Besucherinnen und Besucher zusammengestellt. Ein geführter Spaziergang mit Dr. Geenen über den neuen Rundweg bot erste Einblicke in die Besonderheiten des Weges. Dabei erläuterte der frühere Geschäftsführer anschaulich die Entwicklung des Kiesabbaus auf dem Gelände sowie die anschließenden Maßnahmen zur Renaturierung und Wiederherstellung wertvoller Lebensräume. „Die Renaturierung dieser Flächen war für KANN immer mehr als eine Verpflichtung, sie war ein Beitrag zur Zukunft der Landschaft“, erklärte Dr. Geenen und fügte hinzu: „Der Kiesrundweg macht dieses Engagement nun für alle erfahrbar.“ Ein besonderes Angebot richtete sich zudem an ältere Menschen: Der BürgerSTÜTZPUNKT+ der VG Weißenthurm lud die Generation 50+ sowie Seniorinnen und Senioren zu einer „Mitmachwanderung“ unter der Leitung von Andrea Reitz ein. Dabei erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur Wissenswertes zur Entstehung des Kieswegs, sondern erhielten auch Anregungen und Übungen für Körper, Geist und Seele. Ergänzt wurde das Angebot durch Erläuterungen zu archäologisch bedeutsamen Fakten rund um das Gelände. Lennart Niehues von der Generaldirektion kulturelles Erbe (GDKE) präsentierte verschiedene Funde und konnte vielen Interessierten kompetent Auskunft geben. Mit dabei bei der Eröffnung des Kiesrundweges war auch die Mülheim-Kärlicher Kirschblütenkönigin Kira I. sowie der Planer Christoph Eul und der Betreiber des Örmser Museums, Gerhard Keßler, die für ihr Engagement gewürdigt wurden. Die Kleinsten nutzten die abwechslungsreichen Spielangebote und hatten auf der Wiese an der Grillhütte in Urmitz / Bahnhof jede Menge Spaß. Für die gelungene musikalische Begleitung sorgte der Musikverein „Harmonie“ Urmitz-Bahnhof e.V. an der Grillhütte. Die Ki & Ka Urmitz-Bahnhof 1911 e.V. servierte ein kleines Angebot an Speisen und Getränken bot Gelegenheit, den Nachmittag in geselliger Runde ausklingen zu lassen.