Annemarie Dröll ist neue Kirschblütenkönigin. Im Rahmen des Gewerbeparkfestes ist die zukünftige Repräsentantin der Stadt Mülheim-Kärlich und der Verbandsgemeinde Weißenthurm gekrönt worden. Gleichzeitig verabschiedete sich die bisherige Amtsinhaberin Kira I. feierlich und übergab die Krone an ihre Nachfolgerin.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten bei schönstem Frühlingswetter die emotionale Zeremonie auf der großen Bühne im Gewerbepark. Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung setzten rund 30 Majestäten aus der Region, die eigens nach Mülheim-Kärlich gekommen waren, um Kira I. bei einem Empfang im Kargl-Store zu verabschieden und bei der Krönung ihre Nachfolgerin zu begrüßen.
In seiner Ansprache würdigte der Mülheim-Kärlicher Stadtbürgermeister Gerd Harner die Bedeutung der Kirschblütenkönigin als Botschafterin für die Stadt Mülheim-Kärlich und die Verbandsgemeinde Weißenthurm. Zugleich hob er die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt, Verbandsgemeinde, Projektgemeinschaft Wir in Mülheim-Kärlich und den Obstanbauern hervor, die diese Tradition tragen. Seit der ersten Krönung einer Kirschblütenkönigin im Jahr 2007 hat sich das Amt zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region entwickelt. „Die Kirschblütenkönigin ist ein wichtiges Gesicht unserer Stadt, sie steht für Heimatverbundenheit, Offenheit und das lebendige Miteinander in Mülheim-Kärlich und der VG,“ betonte Harner und dankte Kira I. herzlich für ihr Engagement. Mit einer emotionalen Rede verabschiedete sich die 8. Kirschblütenkönigin von ihrer „Wochenendsfamilie“, wie ihre Mit-Majestäten die Gruppe nannte.

Der Erste Beigeordnete der VG Weißenthurm, Winfried F. Erbar, betonte die besondere Rolle des Amtes: „Die Kirschblütenkönigin steht als charmante Botschafterin für das, was unsere Region ausmacht, nämlich Gemeinschaft, Engagement und gelebte Tradition.“ Zur Stadthymne „Miir han de deckste Kiirsche“ betrat die Nachfolgerin Kiras I. die Bühne, wo Gerd Harner im Beisein der Vertretung der Projektgemeinschaft Wir in Mülheim-Kärlich und der Obstbauernschaft die Krönung von Annemarie I. übernahm. Anschließend übergab Winfried F. Erbar die Schärpe als zweites sichtbares Zeichen der Repräsentanz. „Ich freue mich, dass erneut ein echtes Müllemer Mädchen Kirschblütenkönigin ist“, sagte Harner, nicht ohne zu betonen, dass alle Stadtteile mitgemeint sind.
Mit zwei älteren Brüdern ist Annemarie Dröll in Mülheim-Kärlich aufgewachsen und besucht derzeit die Koblenzer Julius-Wegeler-Schule, an der sie im kommenden Jahr ihr Abitur ablegen wird. Die engagierte 19-Jährige beschreibt sich selbst als offenen und extrovertierten Menschen. „Ich freue mich sehr darauf, Kontakte zu knüpfen, in der Stadt, der VG und der Region unterwegs sein zu können und meine Heimat zu vertreten“, erklärte die frisch gekrönte Kirschblütenkönigin, die in jüngeren Jahren bei der Mülheimer Karnevals-Gesellschaft und den Möhnen aktiv war. Heute bringt sie sich als Stufensprecherin ihrer Schule ein, ist viel mit ihren drei Malteser-Mischlingen oder auf dem Fahrrad rund um Mülheim-Kärlich unterwegs. „Als ich die Ausschreibung zur Bewerbung um das Ehrenamt gesehen habe, dachte ich spontan: Warum nicht?", berichtete Annemarie Dröll. Die Schülerin konnte überzeugen und präsentierte sich nun bei der Krönung im eleganten, stichig roten, langen Kleid mit Herzausschnitt. „Eigentlich wollte ich immer Prinzessin sein, dass es jetzt die Kirschblütenkönigin geworden ist, fühlt sich einfach richtig schön an“, sagte Annemarie I. Letzen Feinschliff in Sachen Kenntnisse rund um den Obstanbau im Allgemeinen und die Kirschen im Besonderen bekommt Annemarie I. in Kürze aus erster Hand bei einem örtlichen Landwirt. Als eine der ersten Amtshandlungen steht am 13. Juni 2026 eine Wanderung über den Kirschblüten-Panoramaweg mit Gärtnermeister Andreas Anheier an. Wenige Tage später erwartet die Majestät mit dem Deutschen KönigInnentag in Staßfurt, wo sich Produkt-, Regions- und Symbolhoheiten aus ganz Deutschland treffen, bereits das erste Highlight in diesem Jahr. „Die Kirschblütenkönigin steht für das, was unsere Region ausmacht, besonders erfreulich ist es, dass sich auch junge Menschen wie Annemarie Dröll mit so viel Herz und Selbstverständlichkeit für ihre Heimat einbringen“, betonte Winfried F. Erbar und wünschte ihr gemeinsam mit allen anderen Beteiligten gutes Gelingen und eine tolle Amtszeit.

