Tik & Tak gewinnen Namensabstimmung: Erste Flugversuche der Jungstörche stehen bevor


Die Entscheidung ist gefallen: Die beiden Patenstörche der Verbandsgemeinde Weißenthurm heißen künftig Tik & Tak. Bei der öffentlichen Namensabstimmung entfielen 44 Prozent der Stimmen auf dieses Namenspaar und machten es damit vor Rhea & Rheno sowie Flatter & Klapper zum klaren Favoriten der Bürgerinnen und Bürger.

Mit der Übernahme der Patenschaften für zwei Jungstörche unterstützt die VG Weißenthurm die ehrenamtliche Arbeit des Storchenberingers Christian Reis von der Vogelwarte Radolfzell sowie die Artenschutzarbeit der Aktion Pfalzstorch e.V. Die Patenschaften wurden inzwischen offiziell beantragt. Der dritte Jungstorch trägt bereits den Namen Castelli als Dankeschön an die Firma Castell Arbeitsbühnen GmbH, die für die Beringung und Besenderung der Jungvögel kostenfrei eine Arbeitsbühne zur Verfügung gestellt hatte.

Inzwischen haben sich die drei Jungstörche prächtig entwickelt. Sie sind bereits fast so groß wie ihre Eltern und bereiten sich auf den nächsten wichtigen Schritt vor: Immer häufiger sind sie dabei zu beobachten, wie sie im Horst hüpfen und kräftig mit den Flügeln schlagen. „Mit diesen Übungen trainieren sie ihre Flugmuskulatur für die ersten Flugversuche“, erklärt die Urmitzer Diplom-Biologin Katja Preiß, die die Entwicklung der Jungstörche beobachtet. Bis zum ersten Ausflug wird es nicht mehr lange dauern. Dann heißt es für alle Storchenfreunde: Daumen drücken! „Die ersten Flüge sind für junge Störche eine besondere Herausforderung, es bleibt zu hoffen, dass Tik, Tak und Castelli sicher in der Luft unterwegs sind, weder auf der Straße noch im Rhein landen und nach ihren ersten Ausflügen stets den Weg zurück in ihren Horst finden“, sagt Preiß.

Die Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Tourismus, Klimaschutz und Presse, Alina Kneip, bedankt sich herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich an der Namensabstimmung für die kleinen Sympathieträger beteiligt haben: „Es ist schön zu sehen, wie wichtig den Menschen der Natur- und Artenschutz vor Ort und wie groß das Interesse an unserer heimischen Natur ist.“ In Kürze werden Tik, Tak und Castelli auch in der kostenlosen App „Animal Tracker“ unter ihren Namen zu finden sein. Dank ihrer GPS-Sender können Interessierte die Wege der drei Jungstörche live verfolgen und beobachten, welche Strecken das Trio von den ersten Flügen rund um den Horst bis zu ihrer Reise in die Winterquartiere und hoffentlich ihrer Rückkehr an den Rhein zurücklegt.

Mit der erfolgreichen Weißstorch-Brut hat die VG Weißenthurm bereits ein kleines Stück Naturgeschichte geschrieben. In der Region sind Störche noch eine Seltenheit. Nun beginnt das nächste spannende Kapitel.  Wer die Störche ganz analog vor Ort beobachten möchte, hat dazu weiterhin Gelegenheit von der Kreuzung der Straße An der Klasgaß und der K 44 aus. Die Tiere fühlen sich in ihrem Horst in luftiger Höhe von 18 Metern nicht gestört, wenn sie aus dieser angemessenen Entfernung beobachtet werden.