Die Verbandsgemeinde Weißenthurm ist die erste Kommune in Rheinland-Pfalz, die als Träger ihrer Kindertagesstätten mit dem Zertifikat „Qualitätsentwicklung im Diskurs“ (QiD) ausgezeichnet wurde. Der Direktor des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz (IBEB), Prof. Dr. Armin Schneider und der QID-Verantwortliche Dr. Andy Schieler von der Hochschule Koblenz überreichten die Urkunde im Rahmen einer Feierstunde im VG-Rathaus.
Mit der Zertifizierung nimmt die VG Weißenthurm eine Vorreiterrolle in Rheinland-Pfalz ein und setzt ein deutliches Zeichen für eine ganzheitliche und nachhaltige Qualitätsentwicklung. Die Auszeichnung, mit der jeweils der zuständige Fachbereich Jugend, Familie und Bildung sowie der ElternSTÜTZPUNKT der VG Weißenthurm ausgezeichnet wurden, markiert einen weiteren bedeutenden Meilenstein in der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung der kommunalen Bildungs- und Betreuungsangebote. Bereits seit 2019 wurden die einzelnen Kindertagesstätten in VG-Trägerschaft schrittweise nach den Qualitätsstandards von „Qualitätsentwicklung im Diskurs“ zertifiziert. Im Jahr 2024 erfolgte erfolgreich die Rezertifizierung aller acht Einrichtungen. „Mit der jetzt erfolgten Zertifizierung des Trägers wird erstmals das Zusammenspiel von beteiligten Fachbereichen der Verbandsgemeindeverwaltung, Kindertagesstätten und Kita-Sozialarbeit als Gesamtsystem gewürdigt“, erklärte Kita-Fachberaterin Stephanie Paffhausen. Innerhalb der Verwaltung gäbe es Schnittstellen zwischen dem Fachbereich Jugend, Familie und Bildung und den Kita-Leitungen sowie unter anderem der Personalabteilung, der IT und dem Bauamt.
Den Zertifizierungsprozess begleitete über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz (IBEB). „Durch den fachlichen Austausch, die Reflexion bestehender Strukturen und die gemeinsame Betrachtung von Prozessen konnten neue Impulse für die Weiterentwicklung der Qualitätsarbeit gewonnen werden“, so Paffhausen. Betrachtet wurden sowohl die pädagogische Arbeit in den Kindertagesstätten als auch die Steuerungs-, Unterstützungs- und Vernetzungsstrukturen des Trägers sowie die Angebote der Kita-Sozialarbeit. Die Zertifizierung bestätigt nun, dass die VG Weißenthurm Qualitätsentwicklung systematisch gestaltet, regelmäßig reflektiert und gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt.
Dr. Armin Schneider und Andy Schieler würdigten bei der Zertifikatsübergabe das hohe Engagement aller Beteiligten. Sie hoben hervor, dass die Auszeichnung das Ergebnis einer langjährigen und konsequenten Qualitätsarbeit sei, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Einrichtungen, der Kita-Sozialarbeit, den Leitungen und der Verwaltung gemeinsam getragen werde. Fachbereichsleiter Sven Normann zeigte sich erfreut über die besondere Auszeichnung: „Dass wir als erster Träger in Rheinland-Pfalz dieses Zertifikat erhalten, macht uns stolz, denn die Auszeichnung bestätigt den hohen Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen in den Kindertagesstätten, in der Kita-Sozialarbeit und in der Verwaltung.“ Als besonders wertvoll lobte Normann die Begleitung durch das IBEB, das mit seinem externen Blick wichtige Impulse für unsere Weiterentwicklung eingebracht habe. „Qualitätsentwicklung verstehen wir als fortlaufenden Prozess, den wir auch künftig aktiv gestalten werden“, so der Fachbereichsleiter. Für den Bürgermeister der VG Weißenthurm, Thomas Przybylla, ist klar: „Mit der Trägerzertifizierung wird unser Anspruch sichtbar, Kindern und Familien bestmögliche Bildungs-, Betreuungs- und Unterstützungsangebote bereitzustellen und die Qualität ihrer Arbeit dauerhaft weiterzuentwickeln.“
Die jetzige Auszeichnung ist dabei nicht als Abschluss, sondern als weiterer Schritt auf dem Weg einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung zu verstehen. Alle vier Jahre erfolgt eine Rezertifizierung, bei der jeweils unterschiedliche Themenschwerpunkte in den Blick genommen werden. Die VG Weißenthurm wird daher auch künftig die verschiedenen QiD-Formate nutzen, um die Qualität ihrer Arbeit weiterzuentwickeln, neue Themen aufzugreifen und den fachlichen Austausch zu fördern.

