Überörtlich helfen, vor Ort schützen: Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm zeigt starke Einsatzbereitschaft


Eine einsatzreiche Phase liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm. Bei zwei größeren Brandlagen unterstützten Kräfte und Spezialfahrzeuge über viele Stunden benachbarte Verbandsgemeinden. Gleichzeitig bewältigten die Feuerwehrleute mehrere Einsätze im eigenen Zuständigkeitsbereich, darunter zwei Flächenbrände und ein Küchenbrand. Die örtliche Gefahrenabwehr blieb dabei jederzeit sichergestellt.

Bei einem Großbrand in Ochtendung unterstützten mehrere Einheiten die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Maifeld. Sowohl zur Brandbekämpfung als auch zur Bereitstellung von Löschwasser waren unter anderem ein Wechselladerfahrzeug mit Kran und Abrollbehälter Tank sowie mit Schaum und weitere Fahrzeuge der Löschzüge Bassenheim und Mülheim-Kärlich im Einsatz. Parallel konnten die Einheiten Kettig und Weißenthurm einen Küchenbrand in einer Kettiger Bäckerei erfolgreich bekämpfen.

Bei der nächsten überörtlichen Unterstützung wenige Tage später kamen zwei Tanklöschfahrzeuge beziehungsweise Tankkomponenten der VG-Feuerwehr bei einem Waldbrand in der Verbandsgemeinde Vordereifel zum Einsatz. Aufgrund des unwegsamen Geländes war insbesondere die Geländegängigkeit des eingesetzten Tanklöschfahrzeugs von besonderem Wert. „Wenn bei einer solchen Lage Unterstützung gebraucht wird, helfen wir selbstverständlich, dafür halten wir Fahrzeuge und Einsatzmittel vor, die auch über die Grenzen der eigenen VG hinaus einen echten Mehrwert bringen können“, erklärte Wehrleiter Arnd Lenarz, der die Führung des Einsatzes in der VG Vordereifel übernommen hatte.  Wichtig sei für die Kräfte aus der VG Weißenthurm aber immer, mit Augenmaß zu entscheiden, was die Einheiten entsenden können und was für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung weiterhin vor Ort benötigt wird. Wie wichtig diese Abwägung ist, zeigte sich, als parallel zum Einsatz in der Vordereifel ein größerer Flächenbrand mit massiver Rauchentwicklung in Kettig ausbrach. Die dortige Einheit zog den Löschzug Weißenthurm hinzu und nutzte unter anderem das MZF 2 der Einheit Rheindörfer auf Unimog-Basis mit einem Rüstsatz Tank und 2.000 Litern Löschwasser. Unter der Leitung des stellvertretenden Wehrleiters Marco Ihrlich konnten die Brandschützer gemeinsam mit örtlichen Landwirten verhindern, dass das Feuer auf ein landwirtschaftliches Anwesen übergriff. „Genau auf eine solche Situation muss sich die Feuerwehrführung vorbereiten: Ein Teil unserer Kräfte war bereits auswärts gebunden und fast zeitgleich entstand bei uns ein größerer Flächenbrand“, schilderte Ihrlich. Dann komme es darauf an, früh zu erkennen, was sich entwickelt, die richtigen Kräfte nachzuführen und trotzdem noch Handlungsspielraum zu behalten. „Dass das so ruhig und zuverlässig funktioniert hat, spricht vor allem für unsere Mannschaften und dafür, dass unsere Einheiten gut aufeinander eingespielt sind“, so Ihrlich. Genauso verhielt es sich auch erneut einige Tage später, als ein weiterer Flächenbrand, diesmal in Weißenthurm, die VG-Feuerwehr forderte, während gleichzeitig das TLF 20/40-SL noch einmal einen ganzen Tag lang zum Wassertransport in der VG Vordereifel eingesetzt war. Zusätzlich unterstützten Kräfte aus der VG Weißenthurm die Technische Einsatzleitung des Landkreises Mayen-Koblenz.

Parallel zum jeweiligen Einsatzgeschehen wurden turnusmäßige in Urmitz am Rhein Prüfungen an der Feuerlöschkreiselpumpe der Feuerwehrfahrzeuge durchgeführt. Daneben lief der gewöhnliche Feuerwehralltag mit Brandmeldeanlagen, einem Verkehrsunfall und einem Pkw-Brand weiter. VG-Bürgermeister Thomas Przybylla würdigte die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr: „Diese vielen, teils parallelen Alarmierungen haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige und gut aufgestellte Feuerwehr für unsere Verbandsgemeinde ist.“ Die Einsatzkräfte leisteten nicht nur vor Ort hervorragende Arbeit, sondern stünden selbstverständlich auch bereit, wenn andernorts dringend Unterstützung benötigt wird. „Besonders beeindruckt mich, mit welcher Selbstverständlichkeit unsere ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen diese zusätzlichen Belastungen übernehmen, gleichzeitig können wir uns darauf verlassen, dass der Schutz unserer eigenen Bevölkerung jederzeit gewährleistet bleibt“, betonte der Verwaltungschef und dankte ausdrücklich allen Einsatzkräften sowie den Landwirten, die die Brandbekämpfung in Kettig wirkungsvoll unterstützt haben.