Die Freude über die erste erfolgreiche Weißstorch-Brut in der Verbandsgemeinde Weißenthurm ist ungebrochen. Die drei jungen Weißstörche aus dem Horst am Rheinradweg in Mülheim-Kärlich haben sich innerhalb kürzester Zeit zu echten Sympathieträgern entwickelt. Nachdem die Jungvögel kürzlich beringt und mit GPS-Sendern ausgestattet wurden, hat die Verwaltung die Patenschaft für zwei der drei Jungstörche übernommen. Jetzt werden Namen für das noch flauschige Federvieh gesucht.
Mit der Patenschaft unterstützt die VG Weißenthurm die wichtige, ehrenamtliche Artenschutzarbeit der Aktion Pfalzstorch e.V. und des Storchenberingers Christian Reis von der Vogelwarte Radolfzell, der nach Mülheim-Kärlich gekommen war, um Ringe und Sender anzubringen. Die Beringung kann nur in einem bestimmten Entwicklungsstadium der Jungstörche erfolgen. In dieser Zeit zeigen die Tiere ein besonderes Schutzverhalten: Sie verharren bei Gefahr regungslos im Horst und stellen sich tot. Dadurch können die Experten die Jungvögel sicher und stressarm beringen sowie mit GPS-Sendern ausstatten.
Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt: Wie sollen die beiden Patenstörche künftig heißen? Bis einschließlich Sonntag, 28. Juni 2026, kann online über eines von drei Namenspaaren abgestimmt werden: Rhea & Rheno, Flatter & Klapper oder Tik & Tak.
„Die Störche haben viele Menschen in unserer Verbandsgemeinde begeistert, deshalb möchten wir die Bürgerinnen und Bürger mit der Namensabstimmung an dieser besonderen Geschichte teilhaben lassen und gleichzeitig die wertvolle Arbeit im Arten- und Naturschutz unterstützen“, erklärt VG-Bürgermeister Thomas Przybylla. Der dritte Jungstorch trägt bereits den Namen Castelli. Damit bedanken sich die Beteiligten bei der Firma Castell Arbeitsbühnen GmbH, die für die Beringung und Besenderung der Tiere kostenfrei eine Arbeitsbühne zur Verfügung gestellt hat. Nur so konnte der Horst in rund 18 Metern Höhe sicher erreicht werden.
Wer die Störche beobachten möchte, kann dies übrigens weiterhin von der Kreuzung der Straße An der Klasgaß und der K 44 aus tun. Die Tiere fühlen sich in ihrem Horst in luftiger Höhe nicht gestört, wenn sie aus dieser angemessenen Entfernung beobachtet werden. Dank der GPS-Sender können die Wege der Jungstörche zudem künftig über die kostenlose App „Animal Tracking“ verfolgt werden. Vielleicht kehren sie nach ihren ersten großen Reisen eines Tages sogar wieder an den Rhein zurück. „Wir freuen uns über eine rege Beteiligung an der Abstimmung und sind gespannt, welches Namenspaar am Ende das Rennen macht,“, sagte Przybylla. Sein Appell: Mit wenigen Klicks mitmachen und Teil dieser besonderen Storchen-Geschichte werden.

